Ubuntu – Green IT – Suspend to RAM – Flexibler Ladenschluss

Linux-Maskottchen Happy TuxTausende von Servern laufen ohne irgendeine Aktivität 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr. Aber wenn kein Client im Netzwerk aktiv ist muss in den meisten Netzwerken auch kein Server mehr aktiv sein. In meinem Fall läuft der Server auch 24 Stunden am Tag, obwohl dieser auch nur laufen müsste wenn ein anderen Client im Netzwerk aktiv ist. Mein System (NAS, Backup, VDR-Stream und Virtualisierung) hat eine Leistungsaufnahme von 140 W, das entspricht 3,4 kWh am Tag, 100,8 kWh im Monat. Bei 20 Cent pro Kilowattstunde ergibt das umgerechnet 20,16 € im Monat.

Da kommt der c’t-Artikel in der 25. Ausgabe 09 auf Seite 190 gerade richtig.

Flexibler Ladenschluss
Wake on LAN und Schlaf bei Bedarf für Server und NAS
Linux-Server laufen meist den ganzen Tag, was reichlich Strom vergeudet. Ein Skript legt sie immer dann schlafen, wenn niemand mehr im LAN ist, der ihre Dienste braucht.

Der Autor Reik Kaps hat einen sehr interessanten Artikel geschrieben, das aktuelle Skript kann von einem Mercurial-Repository bei Intuxication heruntergeladen werden. (server-sleepd)

Kurz und knapp meine Zusammenfassung

ACHTUNG!Debian vs. Ubuntu Server – Suspend to RAM

Zuerst installieren wir benötigte Software.

Danach aktivieren wir Wake On Lan (pre-down ethtool -s eth0 wol g) in der /etc/network/interfaces,…

…mit diesem Befehl testen wir welche Schlafmodien unser System unterstützt.

Nun zum Skript, ich bevorzuge lieber den Namen “sleepmed” an Stelle von “server-sleepd”,…

Jetzt passen wir das Skript noch an, es müssen die jeweiligen IPs der Clients und die gewünschte Aktion festgelegt werden.

Ein paar Codeschnipsel als Beispiel.

Das Skript kann dann mit folgenden Optionen gefüttert werden.

Ab jetzt wird fleißig Geld gespart. :mrgreen:

Links:
pm-utils
Schlafmodi
server-sleepd
Flexibler Ladenschluss c’t-Artikel

Update:
Nach dem Suspend to RAM kann das System per Magic Packet (Wake On Lan), von einem beliebigen Client im Netzwerk, wieder aufgeweckt werden.
Linux: wakeonlan 12:23:45:67:89:0a
Windows: Wake.exe 12-23-45-67-89-0a xxx.xxx.xxx.255

Autor: _nico

Mac-User aus Leidenschaft, Blogger seit Oktober 2009, 88er Baujahr, technikaffin. Ich fühle mich aber nicht nur auf Apple'schen Betriebssystemen zu Hause, alles was eine Shell hat, interessiert mich besonders! Ihr findet mich auch auf Twitter und Google+. Gefällt dir loggn.de? Dann zeig es deinen Freunden auf Facebook oder Google+.

14 Kommentare

  1. Pingback: Meine Links der Woche (VIII) | Linux und Ich

  2. @µme
    Der Artikel wurde dementsprechend angepasst, man(n) hört halt nie auf zu lernen.

    @Mike
    Fleißige Systeme benötigen fleißig Strom. Hätte ich dieses System nicht, hätte ich in den letzten Tagen keinen weiteren interessanten Artikel schreiben können und dabei nichts dazu gelernt! ;-)

  3. Also 140 Watt….das ist ja ein echtes Monster. Heizen brauchst du ja dann nicht mehr viel : P
    Unser Server braucht bei leichter Belastung (Bittorrent + Musik) 40 Watt.

  4. Pingback: g3rn1.de » Lesenswert!

  5. @zero
    powernap überwacht leider nicht die Netzwerk-Aktivitäten von definierten Hosts.
    Oder hab’ ich dort etwas übersehen??

  6. Hallo
    hat jemand erfahrung das Script mit ubuntu 10.04 LTS umzusetzten? Ich denke das hier evtl. einiges anders ist und bin zu sehr Laie um das korrigiern zu können. Wäre Super wenn sich jemand damit auskennt oder evtl. eine Anleitung für 10.04 schreibt.

  7. @Ingo
    Also, ich habe das Ganze unter 10.04 LTS 1:1 umsetzten können.
    Wo soll das Problem sein? (Ein bischen Linux-Wissen sollte man allerdings schon voraussetzen, allein um des Verständnis Willen…)

  8. @ JoergHH
    Danke noch mal für die Bestätigung, hab es mittlerweile auch hinbekommen und bin Fasziniert. Super Sache.
    Jetzt müsste man den Rechner noch per IR einschalten können dann wäre das System perfekt für VDR.

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