Debian vs. Ubuntu Server – Suspend to RAM

Linux-Maskottchen Happy TuxIn den meisten Fällen ist der Ruhezustand und der Bereitsschaftsmodus unter Ubuntu kein Problem mehr. Mit der Linux-Distribution Debian habe ich festgestellt, dass es mit bestimmter Hardware hin und wieder zu Problemen kommt. Das kann daran liegen, dass bei Ubuntu die Pakete wesentlich aktueller gehalten werden.

Server-Hardware:

Board: MSI P45D3 Platinum
CPU: Intel Pentium Dual-Core E2220
RAM: G.Skill DIMM 2GB PC3-10667U
GPU: ASUS Extreme N6200LE TC256
DVB-S2: TechnoTrend S2-3200 HDTV-S2
SYS-HDD: OCZ Throttle eSATA Flash Drive 8GB
DATA-HDDs: Samsung SpinPoint F1 1000GB (HD103UJ)

Die letzten 6 Tage habe ich mich mit dem Bereitschaftsmodus (Suspend to RAM) unter Debian Lenny (ohne X-Server) beschäftigt. Nachdem ich alle erdenklichen Wiki-Einträge, Foren-Threads und Blog-Artikel über dieses Thema gelesen habe, alle möglichen Kommandos inkl. Optionen ausprobiert habe, bin ich zu dem Fazit gekommen > „Was für ein Sch***!“.

Problem: In meinem Fall ist das System beim pm-suspend problemlos in den Bereitschaftsmodus gefahren. Auch die Logdatei /var/log/pm-suspend.log wurde geschrieben, keinerlei Fehlermeldungen. Nach dem Aufwachen sollte jedoch genau in diese Logdatei auch wieder geloggt werden, das geschah nicht. Ein Ping kam circa 5-10 Sekunden nach dem Aufwachen am System an, danach ist es eingefroren. Nach über 30 Minuten warten wachte das System nicht mehr auf. Da keine Logdatei geschrieben wurde ging ich Anfangs davon aus, dass es am eSATA-Stick bzw. dem Kernelmodul liegt. Mittlerweile konnte ich aber den eSATA-Stick, die DVB-S2 Karte, das RAID und die GPU durch Hardwaretausch ausschließen, auch ein neuer Kernel brachte kein Erfolg.

Mit meinem Media-PC unter Ubuntu 9.10 gibt es keinerlei Probleme mit dem Bereitschaftsmodus. Aus diesem Grund wollte ich einen letzten Test mit dem Ubuntu Server durchführen. Dort funktionierte, nach der Installation einiger Pakete, der Bereitschaftsmodus Out-of-the-Box!

Lösung: Vorausgesetzt Ubuntu Server 9.10 ist installiert!

Mit der Installation von pm-utils wird die noch zusätzlich benötigte Software installiert.

Bevor das System das erste Mal in den Bereitschaftsmodus gefahren wird, muss es neu gestartet werden.

Nach dem Neustart kann der Computer problemlos mit…

…in den Bereitschaftsmodus gefahren werden.

EDIT: Wenn man einen Server ohne Monitor nutzt kann die Datei 99Video aus dem Verzeichniss /usr/lib/pm-utils/sleep.d gelöscht oder verschoben werden.

Links:
pm-utils
Schlafmodi

Veröffentlicht von

_nico

Mac-User aus Leidenschaft, Blogger seit Oktober 2009, 88er Baujahr, technikaffin. Ich fühle mich aber nicht nur auf Apple'schen Betriebssystemen zu Hause, alles was eine Shell hat, interessiert mich besonders! Ihr findet mich auch auf Twitter und Google+.

8 Gedanken zu „Debian vs. Ubuntu Server – Suspend to RAM“

  1. Ach, habe ich vergessen zu erwähnen: Auf meinem Laptop fährt Debian Lenny in Suspend to RAM bzw. Suspend to Disk und wacht auch schön brav wieder auf.

    Debian ist eben nicht für die neuste Hardware gedacht, aber das vergessen viele einfach immer wieder… Dann kommen wieder irgendwelche Kommentare wie „Debian ist scheiße, Ubuntu ist viel besser als wie das doofe Debian!!1“.

  2. Mein System hat im STR (S3) eine Leistungsaufnahme von ca. 12-22 W.

    “Debian ist scheiße, Ubuntu ist viel besser als wie das doofe Debian!!1″
    Niemand hat geschrieben das Debian scheiße ist, ich habe ledglich für mich festgestellt das meine Hardware besser unter Ubuntu aufwacht! 😉

    PS: Das “Was für ein Sch***!” war nicht auf Debian bezogen sondern darauf das ich 6 Tage lang alles mögliche ausprobiert habe. -> Ohne Erfolg!

  3. Dann hast du ein gutes Mainboard, die meisten sind dies aber leider nicht.

    „PS: Das “Was für ein Sch***!” war nicht auf Debian bezogen sondern darauf das ich 6 Tage lang alles mögliche ausprobiert habe. -> Ohne Erfolg!“

    OK, dann nehme ich das zurück. Auch wenn ich das nicht an dich persönlich gerichtet hatte bzw. richten wollte.

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