OSX – iMovie – Projekt ist zu lang – Workaround

Vor einigen Tagen habe ich die Videokassetten aus meiner Kindheit digitalisiert, welche ich dann zu einem großen Film mit iMovie zusammenschneiden wollte. So etwas ist selbst mit einer einfachen Software wie iMovie sehr zeitaufwendig. Insgesamt waren es 71 M4V-Dateien mit einer Gesamtgröße von 4,4 Gigabyte. Nach ungefähr 18 Stunden war ich dann fertig, “Film exportieren …” > “Mittel (640×480)”, 9 Stunden dauert es einen Film mit einer Laufzeit von 5 Stunden, 59 Minuten und 8 Sekunden zu exportieren (MacBook Pro 13″ – Mid 2009 – Core 2 Duo).

Nach geschlagenen 9 Stunden erhielt ich von meinem ziemlich warmen heißen MacBook jedoch eine Fehlermeldung:

Das Projekt konnte nicht für die Veröffentlichung vorbereitet werden, da ein Fehler aufgetreten ist. (Das Projekt ist zu lang.)

Puh, das ist schon ganz schön ernüchternd! Die Jungs von Google konnten mir auch keine hilfreichen Tipps liefern, immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass es an zuwenig freien Festplattenspeicher liegen könnte (320GB waren bei mir frei) oder dass es etwas mit dem Export nach iDVD zu tun hat (nichts iDVD, ganz normaler iMovie Export [Film exportieren ...] als M4V auf den Schreibtisch). Die einzig halbwegs sinnvolle Begründung habe ich im offiziellen Apple-Forum gefunden.

Natürlich habe ich noch lange nicht aufgegeben. Das Ganze habe ich mit meinem MacBook noch ungefähr 3 mal probiert, aber es lief immer wieder auf den gleichen Fehler hinaus. Mit einem MacBook Pro 13″ – Early 2011 – i7, eines Freundes, habe ich es auch getestet, dort hat es nur 5 Stunden gedauert, aber auch die gleiche Fehlermeldung gebracht!

Nachdem ich eine Woche Abstand von diesem Thema hatte, kam mir die Idee den Film mit der Funktion “Mit QuickTime exportieren …” zu exportieren. Gesagt, getan! 13 Stunden später hatte ich eine QuickTime Datei (MOV) mit 15,2 GB. Juhu!

Leider habe ich vergessen, in den Video-Kompressions-Einstellungen die Datenrate (Bitrate) zu beschränken, daher ist der Film so groß geworden. Von insgesamt 4,41 GB mit einer durchschnittlichen Bitrate von 1.600 kbps zu 15,24 GB mit 5.641 kbps ist schon ziemlich heftig.

Also habe ich dann noch den Multi-Konverter Adapter angeschmissen, um das MOV-File in ein M4V-File mit niedriger Bitrate zu konvertieren.

Schlussendlich ist ein Film als M4V-Datei mit einer Bitrate von 1.859 und einer Größe von 5,03 GB herausgekommen. Einen qualitativen Unterschied zwischen dem 3 mal so großen QuickTime-Film (MOV) konnte ich nicht feststellen!

Ich hoffe mit diesem Beitrag einigen iMovie Geschädigten helfen zu können! :mrgreen:

Hattet ihr schonmal ähnliche Probleme, habt ihr eine andere Lösung gefunden?

Autor: _nico

Mac-User aus Leidenschaft, Blogger seit Oktober 2009, 88er Baujahr, technikaffin. Ich fühle mich aber nicht nur auf Apple'schen Betriebssystemen zu Hause, alles was eine Shell hat, interessiert mich besonders! Ihr findet mich auch auf Twitter und Google+. Gefällt dir loggn.de? Dann zeig es deinen Freunden auf Facebook oder Google+.

1 Kommentar

  1. Hi, hatte das evtl gleiche Problem. Wollte einen Urlaubsfilm (Dauer 0:48 h) exportieren in 1080p und nach 30 min. kam die Meldung “nicht zur Veröffentlichung geeignet Fehler (-108). Ich hab bis jetzt noch keine Ahnung was der Fehler (-108) ist, aber mit QuickTime exportieren hats dann geklappt!

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