Erfahrungsbericht – iRobot Roomba 780 Staubsaug-Roboter

Seit Anfang Februar dreht nun ein Roomba 780 von iRobot seine täglichen Runden in unserer Wohnung – daher möchte ich euch einen persönlichen Erfahrungsbericht natürlich nicht vorenthalten.

iRobot Roomba 780

Erst einmal ein paar Produktmerkmale zum Roomba 780:

  • Automatische und gründliche Reinigung dank gegenläufig rotierenden Bürsten und kraftvollem Saugmotor.
  • Staub, Pollen und Tierhaare werden im beutellosen Schmutzbehälter aufgefangen.
  • Erkennt selbstständig den Raum, navigiert um Hindernisse und Abgründe, stellt sich zudem automatisch auf verschiedene Untergründe ein.
  • Startet auf Knopfdruck oder nach Programmierung. 7 Arbeitszeiten pro Woche lassen sich vorprogrammieren.
  • Wird per Infrarotstrahl von Bereichen, die nicht gesaugt werden sollen, ferngehalten und erkennt stärker verschmutze Stellen, welche intensiv gereinigt werden.

Was ist beim Roomba 780 alles dabei? Lieferumfang:

  • der Staubsaug-Roboter
  • zwei virtuelle Wände / Leuchttürme
  • wiederaufladbarer Akku, selbstständig aufladende Dockingstation und Netzteil
  • Infrarotfernbedienung
  • zwei HEPA-Filter
  • Reinigungswerkzeuge
  • eine zusätzliche Borstenbürste, flexible Bürste und Seitenbürste *Daumen hoch*

Die Einrichtung ist wirklich kinderleicht.

Dockingstation aufstellen, mit dem Strom verbinden, Roomba reinstellen, einschalten, dann die Uhrzeit und den Wochentag festlegen – nach einigen Stunden ist der Roomba dann vollständig aufgeladen (Batteriesymbol pulsiert nicht mehr) und es kann losgehen.

Die erste Reinigungsfahrt!

Mit einem Druck auf die „CLEAN“ Taste ging es los, der Roomba fuhr Rückwärts aus der Dockingstation – das Piepen, wie bei einem LKW, zimmerte mir sofort ein Lächeln aufs Gesicht. :mrgreen: 

iRobot Roombo 780 - Makroaufnahme

Leise verrichtet er seine Arbeit nicht, aber unangenehm laut ist er auch nicht, vergleichsweise leiser als viele Staubsauger – er soll die Wohnung ja auch Reinigen wenn keiner zu Hause ist.

Man merkt, dass er „neu“ ist, er fährt den Raum erstmal vorsichtig ab und ditscht mit seinen Bumper auch regelmäßig gegen Schränke, Stühle und ähnliche Hindernisse, nach dem dritten Reinigungsgang ist dies nicht mehr so häufig der Fall – er weiß nun wo er ist.

Erschreckend war für uns, wie viel Schmutz er bei den ersten beiden Reinigungsgängen gefunden hat, dabei haben wir die Wohnung vorher gründlich gereinigt – unglaublich.

Optimierung der Reinigungsfahrten.

Ziemlich schnell haben wir bemerkt, dass der Roomba nicht jedem Raum unserer Wohnung erkennt, geschweige den ihn reinigt, zurück zur Dockingstation hat er es auch nicht immer geschafft.

Das lag mit ziemlicher Sicherheit daran, dass die Dockingstation nicht in der Mitte der Wohnung sondern am Anfang bzw. Ende, stand.

Genau für solche Fälle hat man die Leuchttürme / Lighthouses (2 im Lieferumfang enthalten):

  • Das Virtual Wall Lighthouse sorgt mit einem unsichtbaren Infrarotsignal dafür, dass die iRobot Roomba Raum für Raum mit größtmöglicher Effizienz und Gründlichkeit reinigen. 
  • Verwendung im Lighthouse-Modus beschränkt den Roomba so lange auf einen Raum, bis dieser vollständig gereinigt ist. Erst danach fährt der Roomba in den nächsten Raum. 
  • Verwendung im Virtual Wall-Modus grenzt blockierte Bereiche in Ihrem Zuhause ab.

2 Leuchttürme trennen die Wohnung in 3 Abschnitte, in dennen sich der Roomba mindestens 45 Minuten aufhalten soll, erst dann darf er einen Leuchtturm passieren. Außerdem findet der Roboter, durch die „Leuchttürme“, auch leichter wieder nach Hause – wie im wahren Leben. 😉

Reinigung.

Der Roomba ist ein wahrer Putzteufel, er macht seinen Job sehr ordentlich und gewissenhaft, auch die Teppichkanten / Scheuerleisten reinigt er gründlich.

Das mühsame, vierteljährliche, Staubwischen auf dem Kleiderschrank hat der Roomba auch mit bravur gemeistert – auch wenn er mich erst davon überzeugen musste, dass er nicht runterspringt.

Roomba 780 auf dem Kleiderschrank

Überall dort, wo er auch hinkommt, reinigt er tadellos!

Wo er auch hinkommt? Probleme hat er bei Ecken, wo zwei Türzargen zusammen gehen – aber das ist auch mehr als logisch, beim Staubsauger muss man dafür auch den Aufsatz entfernen. Klar ist auch, dass er die Lücken zwischen Schrank und Wand, die nicht so breit sind wie der Roomba, nicht sauber machen kann.

Hindernisse.

Dank seiner vielen Sensoren erkennt der Roomba spielerisch Schränke, Tische, Kästen, Stühle, Pflanzen und vieles mehr – bisher hat er nirgends etwas kaputt gemacht, geschweige denn eine Schramme reingefahren.

Kleine Absätze (1,5cm) sind für den Roomba auch kein Problem, da fährt er einfach darüber – auch wenn es ein wenig rumpelt.

Seine Probleme hat er bei Hochflorteppichen und Badvorlegern, diese fährt er manchmal gar nicht ab, da er diese scheinbar als Hindernis erkennt. Manchmal fährt er auch darüber und fängt dabei an die Seiten umzuschlagen.
Bei unserem Wäscheständer hat er auch ab und an Probleme, der Fuß ist circa 2cm hoch, dort fährt er darüber, wenn er dies in einem ganz bestimmten Winkel tut, bleibt er leider hängen und man muss ihn dann händisch wieder befreien. 🙁

Kleinere Gegenstände, wie Hausschuhe, schiebt er auch gerne mal durch die Gegend – aber das finde ich eigentlich nicht weiter schlimm, wir haben uns angewöhnt, diese beim Verlassen der Wohnung einfach wegzustellen.

Fazit – Workflow – wie hat sich unser Alltag verändert?

Der Roomba dreht fast täglich, wenn wir auf Arbeit sind, seine Runden – von Montags bis Freitags 10 Uhr.
Samstags, bei der wöchentlichen Putzaktion, ist es eigentlich so, dass zuerst Staub gewischt wird, dann wird der Roomba in dem jeweiligen Raum ausgesetzt und kann seine Arbeit verrichten – ganz bewusst werden Samstags dann auch ein paar Gegenstände aus dem Weg geräumt, Stühle hochgestellt, Teppiche ausgeschüttelt und so weiter.
Es ist definitiv eine Erleichterung, es wirkt unter der Woche einfach sauberer in der Wohnung, gerade auf den glatten Böden – er hat sämtlichen, alltäglichen Schmutz immer zuverlässig aufgenommen!

Im Großem und Ganzen sind wir sehr zufrieden mit dem Roomba, bis auf die kleinen Problemchen bei Hochflorteppichen, Badvorlegern und unserem Wäscheständer.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich für die Leihstellung von Klein Robotics bedanken!

Ob wir uns einen eigenen Roomba zulegen werden, haben wir noch nicht entschieden. Vielen Dank fürs Lesen!

Veröffentlicht von

_nico

Mac-User aus Leidenschaft, Blogger seit Oktober 2009, 88er Baujahr, technikaffin. Ich fühle mich aber nicht nur auf Apple'schen Betriebssystemen zu Hause, alles was eine Shell hat, interessiert mich besonders! Ihr findet mich auch auf Twitter und Google+.

4 Gedanken zu „Erfahrungsbericht – iRobot Roomba 780 Staubsaug-Roboter“

  1. Danke für die informativen Worte. Ich hatte vor einiger Zeit einen Artikel in der c’t über diese Helfer gelesen, der aber damals zum Schluss kam, dass die noch nicht so ausgereift waren. Das hört sich schon viel besser an. Da wird wohl bald eine Investition anstehen :-)))

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