Test – MOVA Z70 Ultra Roller Complete – Saug- und Wischroboter

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Nach dem ECOVACS DEEBOT X12 OmniCyclone zieht ein neuer Kandidat bei uns ein – und diesmal kein DEEBOT, sondern ein MOVA. Der Z70 Ultra Roller Complete ist das aktuelle Wischwalzen-Flaggschiff der Marke und tritt genau in dem Preissegment an, in dem auch der X12 spielt. Spannend für mich: Beide Geräte haben eine UVP von 1.399 Euro, setzen beide auf eine rotierende Wischwalze statt klassischer Wischpads – und trotzdem gehen sie an einigen Stellen ganz unterschiedliche Wege.

Nach ein paar Wochen im Alltag kann ich sagen: Der Z70 ist ein sehr ausgereifter Saug- und Wischroboter mit ein paar echten Highlights, aber auch mit Eigenheiten, die man vor dem Kauf kennen sollte. Und für uns Smart-Home-Bastler gibt es einen Punkt, den ich weiter unten noch ausführlich beleuchte.

Key-Facts & Technische Daten

Ein paar Marketing-Texte und Zahlen kann ich euch nicht ersparen, bevor es mit meinem Erfahrungsbericht losgeht:

  • HydroForce Mopping 2.0: 27 cm breite Wischwalze mit 12-Düsen-Sprühsystem und kontinuierlicher Frischwasserzufuhr. 5.000 Pa (ca. 18 N) Anpressdruck, 360°-Echtzeit-Abstreifer und Echtzeit-Absaugung des Schmutzwassers direkt an der Walze.
  • Real-Time Mop Fluffing: Die Walze wird während der Fahrt mit 800 U/min aufgelockert – quasi ein Kamm-Mechanismus, der das Flor „auskämmt“ und die Aufnahmefähigkeit erhalten soll.
  • 36.000 Pa Saugkraft & TroboWave DuoBrush: Die einseitig eingehängte Duo-Walze streift Haare aktiv ab, dazu ein 4-Lagen-Anti-Verhedder-System.
  • StepMaster 2.0: Überwindet Einzelschwellen bis 4,8 cm und Doppelschwellen (4,8 cm + 4,2 cm) kombiniert bis zu 9 cm.
  • FlexScope Navigation: Der dToF-Laserturm fährt für flache Möbel ein – Bauhöhe dann nur 96 mm statt knapp 120 mm.
  • Smart Obstacle Avoidance: RGB-KI-Kamera mit dualem 3D-Strukturlicht und LED-Fülllicht, über 300 erkennbare Hindernisarten, plus in der App anpassbare Objektvermeidung.
  • MaxiReach 2.0: Wischwalze fährt bis zu 52 mm aus, Seitenbürste ebenfalls ausfahrbar – für die Kanten- und Eckenreinigung.
  • AutoShield: Auf Teppich hebt sich die Walze um 13 mm an und wird von einer Blende verdeckt, die Seitenbürste um 10 mm.
  • All-in-One-Station: 5,5 l Frischwasser, 4,5 l Schmutzwasser, 4 l Staubbeutel, DuoSolution-System mit zwei Reinigungsmitteltanks, 100 °C Heißwasser-Walzenwäsche, 70 °C Heißlufttrocknung und UV-Sterilisation.
  • 6.400 mAh Akku mit „Quick Flash Charge“ – laut Hersteller 30 % schnelleres Nachladen.
REINIGUNGSKRAFT
NavigationstypdToF (einfahrbarer Laserturm)
HinderniserkennungRGB-KI + duales 3D-Strukturlicht + LED-Fülllicht
Saugkraft36.000 Pa
HauptbürsteTroboWave DuoBrush (Anti-Verhedder)
TeppicherkennungJa (AutoShield, Walze +13 mm / Seitenbürste +10 mm)
WISCHEN
WischsystemHydroForce Wischwalze (270 mm)
Anpressdruck5.000 Pa (ca. 18 N)
Walzendrehzahl / Fluffing800 U/min
KantenreinigungMaxiReach 2.0 (Walze bis 52 mm ausfahrbar)
STATION
Frischwassertank5,5 Liter
Schmutzwassertank4,5 Liter
Staubbeutel4 Liter
Warmwasser-WalzenwäscheJa, bis 100 °C (45/60 °C wählbar)
HeißlufttrocknungJa, 70 °C
ReinigungsmittelDuoSolution (2 Tanks: Standard + Tiergeruch)
Optionaler FestwasseranschlussJa (Kit ca. 100 €)
TECHNISCHE DATEN
Schwellenüberwindung4,8 cm einzeln / 9 cm doppelt
Bauhöhe96 mm (Turm ein) / ~120 mm (Turm aus)
Akku6.400 mAh + Quick Flash Charge
Smart HomeMOVAhome App, „Hey MOVA“, Alexa, Google (kein Matter)

Lieferumfang

Der Karton des Z70 ist – wie beim X12 – groß und schwer. Der Paketbote wird mich weiterhin nicht ins Herz schließen. Dafür ist beim Auspacken wieder alles ordentlich und hochwertig verpackt.

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Im Lieferumfang findet sich alles, was man für den Start braucht:

  • MOVA Z70 Ultra Roller Complete (Roboter)
  • All-in-One-Station
  • Rampen-Verlängerungsplatte für die Station
  • Reinigungsmittel-Modul mit zwei Kammern (vormontiert)
  • Staubbehälter (vormontiert)
  • Filter (vormontiert, 1x zusätzlich)
  • Staubbeutel (vormontiert, 2x zusätzlich)
  • Wischwalze (vormontiert, 2x zusätzlich)
  • Hauptbürste inkl. Abdeckung (vormontiert)
  • Seitenbürste (vormontiert, 1x zusätzlich)
  • zwei Flaschen Reinigungsmittel (200 ml & 1.000 ml)
  • Netzkabel
  • Kurzanleitung & Benutzerhandbuch

Erster Eindruck

Und hier kommt direkt das erste Highlight – eines, das man auf keinem Datenblatt sieht: die Optik der Station. MOVA verzichtet auf das übliche glänzende Hochglanz-Plastik und liefert die Station bei meinem Testgerät in einer gebürsteten Metall-Optik. Alternativ gibt es sie in einer Naturstein-Optik. Je nach Lichteinfall schimmert die Fläche dezent, fühlt sich griffig an und wirkt deutlich wertiger als das, was ich sonst so in der Ecke stehen habe. Das ist tatsächlich einer der schönsten Saugroboter, die bei uns bisher standen – und das meine ich ernst, nicht als Marketing-Floskel.

Der Roboter selbst ist klassisch rund und flach. Auffällig ist der Laserturm auf der Oberseite, der sich einfahren lässt – dazu später mehr. Wischwalze und Bürsten machen einen robusten Eindruck, nichts wirkt nach billigem Plastik.

Die Station ist allerdings ein Brocken: groß, tief und optisch klar ein „Gerät“ im Raum. Wer schon den X12 mit seiner wuchtigen Dockingstation kennt, weiß, worauf er sich einlässt. Mal eben in einer kleinen Ecke verstecken ist nicht.

Einrichtung

Die Einrichtung läuft über die MOVAhome App, der Ablauf ist aber wie gewohnt selbsterklärend:

  • Station aufstellen, Wasserbehälter einsetzen, Reinigungsmittel einfüllen und Roboter andocken
  • In der App den Z70 hinzufügen, QR-Code scannen
  • Bluetooth-Kopplung starten
  • WLAN auswählen und Passwort eingeben (2,4 und 5 GHz werden unterstützt)
  • Namen vergeben
  • Fertig

Wie immer gilt: Direkt nach der Einrichtung will der Roboter ein Firmware-Update ziehen. Und wie immer gefällt mir das, denn es zeigt, dass am Produkt weiterentwickelt wird. Beim Z70 ist das sogar besonders relevant, weil laut Hersteller einige Funktionen erst über spätere OTA-Updates nachgeschärft werden.

Im Anschluss geht es an die Kartierung. Wie gewohnt sollten alle Zimmertüren offen sein und möglichst wenig Kleinkram auf dem Boden liegen. Die Kartierung über Laserturm und dToF war bei mir zuverlässig – die Räume wurden schon beim ersten Durchlauf sinnvoll erkannt und in Bereiche aufgeteilt.

Was man einplanen sollte: Der Z70 macht zu Beginn – wie eigentlich alle Wischwalzen-Modelle – relativ viele Fahrten zur Station, um die Walze zu waschen, zu trocknen und Staub zu leeren. Das gehört zum Konzept, wirkt in den ersten Tagen aber etwas „geschäftiger“.

Einstellungsmöglichkeiten

Die MOVAhome App ist umfangreich, aber logisch aufgebaut. Neben den üblichen Reinigungsmodi (nur Saugen, Saugen & Wischen, getrennt) gibt es reichlich Feintuning:

  • Saugleistung in mehreren Stufen bis „Max+“
  • Wasserdurchfluss und Wischintensität
  • Reinigungsmittel-Dosierung über das DuoSolution-System – Tank A für normalen Schmutz, Tank B gegen Tiergerüche. Beide werden automatisch dem Frischwasser beigemischt.
  • Kartenverwaltung: Räume benennen, teilen, zusammenführen, No-Go-Zonen und Teppichbereiche markieren
  • Objektvermeidung: Erkennt der Roboter ein unbekanntes Hindernis, lässt es sich in der App definieren und künftig gezielter umfahren. MOVA nennt bis zu 60 individuell anlernbare Gegenstände.
  • Schwellenüberwindung: Hier lässt sich zwischen normalem und „Doppelfuß-Synchron“-Modus wählen – letzterer für die richtig hohen Kanten.
  • Trocknungsdauer der Walze (4 oder 5 Stunden). Vier Stunden reichen im Alltag völlig.

Auch ein „Hey MOVA“-Sprachassistent ist direkt an Bord, zusätzlich zur Anbindung an Alexa und Google. Über die integrierte Kamera lässt sich außerdem ein Fernzugriff aufs Zuhause realisieren.

Saugen

Bei der Kernaufgabe liefert der Z70 ab. Die 36.000 Pa sind auf dem Papier ein Rekordwert – und im Alltag spürbar. Staub, Krümel, Sand und vor allem Tierhaare werden zuverlässig aufgenommen, auf Hartboden wie auf Teppich.

Das eigentliche Highlight ist aber die TroboWave DuoBrush: eine nur einseitig eingehängte Duo-Walze. Durch dieses Design und die Form der Walze streifen sich verwickelte Haare praktisch von selbst ab. Viele von euch kennen das leidige Thema Haare, die sich um die Bürste wickeln. Hier bleibt erstaunlich wenig hängen.

Ehrlich bleiben will ich beim Härtefall: Ich habe zum Testen bewusst eine ordentliche Menge Sand und Streu auf den Teppich gekippt. Das Ergebnis war gut, aber nicht übermenschlich – die deutlich höhere Saugkraft auf dem Datenblatt macht im echten Härtetest weniger Unterschied, als die Zahl vermuten lässt. Dazu kommt die relativ kleine Staubkammer im Roboter, die bei so einer Extrembelastung schnell voll ist. Im Alltag ist das kein Problem, weil der Z70 ohnehin regelmäßig zur Station fährt und absaugt – aber es ist der Grund, warum die 36.000 Pa im Wohnzimmer nicht zaubern.

Wischen

Wischen ist – wie beim X12 – die Paradedisziplin, nur mit einem anderen technischen Ansatz. Statt FocusJet-Sprühdüsen setzt MOVA auf das HydroForce-System: 12 Düsen sprühen Frischwasser gleichmäßig auf die 27 cm breite Walze, die mit hoher Drehzahl rotiert, während ein 360°-Abstreifer das Schmutzwasser direkt wieder abzieht. Die Walze reinigt sich so kontinuierlich während der Fahrt selbst – Schmutz wird nicht wie bei rotierenden Tellermopps im Raum verteilt.

Der Clou ist das Real-Time Mop Fluffing: Ein Kamm-Mechanismus lockert das Flor der Walze mit 800 U/min während der Fahrt auf. Man kann sich das vorstellen wie das Auskämmen eines feuchten Tuchs – die Walze bleibt „fluffig“ und nimmt dadurch besser auf. Cleveres Detail, das im Alltag tatsächlich Sinn ergibt.

Alltagsdreck – Fußspuren, Spritzer, leichter Küchenmatsch – ist damit kein Problem. Die Böden sehen sichtbar sauberer aus als mit klassischen Wischpads. Auch die Kantenreinigung ist dank der bis zu 52 mm ausfahrbaren Walze ordentlich, kommt aber – wie bei jedem Roboter – nicht millimetergenau an die Sockelleiste.

Und jetzt der ehrliche Teil, wie schon beim X12: Bei eingetrockneten, großflächigen Flecken stößt auch der Z70 an Grenzen. Ich habe Kakao und Kaffee eintrocknen lassen. Den Kaffee hat er gut weggewischt, beim Kakao tat er sich auch in mehreren Durchgängen schwer. Das ist kein MOVA-spezifisches Problem – kein aktueller Saugroboter bekommt festgetrocknete, klebrige Flecken zuverlässig weg, egal wie warm das Wasser ist. Wer damit rechnet, wird nicht enttäuscht. Wer eine Wunderwaffe erwartet, schon.

Ein zweiter praxisrelevanter Punkt betrifft die Wartung: Auch beim Z70 gibt es einen kleinen Schmutzwasser-/Reservoir-Bereich im Roboter selbst. Wischwalzen-Systeme sind hier generell etwas pflegeintensiver als klassische Rund-Mopps – dieser Bereich will regelmäßig gereinigt werden, sonst wird es auf Dauer unhygienisch.

Hinderniserkennung

Bei der Navigation kombiniert der Z70 den dToF-Laserturm auf der Oberseite mit einer nach vorn gerichteten RGB-KI-Kamera samt LED-Fülllicht (MOVA nennt das „AI SmartSight“). Die grundsätzliche Wegfindung ist zuverlässig und sauber.

Das absolute Alleinstellungsmerkmal ist aber der einfahrbare Laserturm: Für flache Möbel wie Sofas oder Betten fährt der Turm ein, die Bauhöhe sinkt von knapp 12 cm auf 9,6 cm, und die Frontsensorik plus LED-Licht übernehmen die Navigation in der Engstelle. Damit kommt der Z70 unter Möbel, unter denen andere Roboter kapitulieren.

Der zweite Trumpf ist StepMaster 2.0: Der Roboter überwindet Einzelschwellen bis 4,8 cm und Doppelschwellen kombiniert bis zu 9 cm. Für Altbauwohnungen mit hohen Türschwellen ist das fast schon ein Kaufargument für sich.

Bei der Objekterkennung muss ich aber ehrlich sein – die ist ein wenig Hit or Miss. Größere Gegenstände und sogar ein flaches Blatt Papier hat der Z70 in meinen Tests gut erkannt und umfahren. Ein aufgewickeltes USB-C-Kabel und eine flache Fernbedienung hat er dagegen nicht zuverlässig erkannt. Er erkennt Kabel also durchaus – nur eben nicht immer zu 100 %. Für den Alltag reicht es, aber wer viel Kleinkram auf dem Boden hat, sollte vorher aufräumen.

Ein Faktor, den man im Blick haben sollte: Bei schlechten Lichtverhältnissen oder nassen Kameralinsen sinkt die Erkennungsleistung – dann verlässt sich der Roboter stärker auf die klassische Navigation. Kennt man vom Prinzip her von jedem kamerabasierten System.

Home Assistant & Smart-Home-Integration

Jetzt der Abschnitt, auf den einige von euch gewartet haben – und leider auch der größte Wermutstropfen für uns Bastler.

Matter fehlt. Anders als Konkurrenten wie Dreame, Roborock oder Switchbot, die den Standard mittlerweile teils sogar in günstigeren Modellen anbieten, bietet der Z70 aktuell keine Matter-Unterstützung. Offiziell läuft die Anbindung nur über die MOVAhome App, „Hey MOVA“, Alexa und Google.

Für Home Assistant heißt das konkret: Es gibt keinen sauberen, lokalen Weg über Matter. Wer den Z70 in HA einbinden will, muss auf das großartige Community-Projekt Tasshack/dreame-vacuum zurückgreifen (MOVA gehört technisch zur Dreame-Familie). Das funktioniert – aber über die Cloud, nicht lokal. Man ist damit also auf die Server angewiesen, was für ein „echtes“ lokales Smart Home eigentlich ein No-Go ist.

Der ehrliche Trost: Wenn man diesen Cloud-Kompromiss eingeht, liefert das dreame-vacuum-Plugin um Längen mehr als das, was ECOVACS-Geräte über Matter bereitstellen. Über Matter bekommt man beim X12 nur ein paar rudimentäre Entitäten – Start, Stopp, Rückkehr zur Station, grober Status. Das Plugin dagegen gibt unzählige Sensoren und Steuerungen aus: einzelne Räume gezielt reinigen, Wasserdurchfluss und Saugstufe pro Durchgang, Verbrauchsmaterial-Zustände, Kartenzugriff, Reinigungsprotokolle und vieles mehr – über 200 Entitäten. Wer bereit ist, den Cloud-Umweg zu akzeptieren, hat am Ende die deutlich mächtigere Integration in Home Assistant – nur eben nicht lokal. Ein zweischneidiges Schwert: mächtiger, aber nicht so sauber wie ein rein lokales Matter-Setup.

Für mich ganz klar der Punkt, an dem MOVA am dringendsten nachbessern müsste. Vielleicht kommt Matter ja per OTA – die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Fazit

Alles gelesen? Respekt!

Der MOVA Z70 Ultra Roller Complete ist ein sehr ausgereifter Saug- und Wischroboter, der in vielen Bereichen überzeugt und ein paar echte Alleinstellungsmerkmale mitbringt.

Was mir gefällt:

  • Die einseitig eingehängte Duo-Walze ist eines der besten Anti-Haar-Systeme, das ich bisher hatte.
  • Die Wischwalze mit Fluffing und kontinuierlicher Selbstreinigung holt spürbar mehr aus dem Wischen als klassische Pads.
  • Der einfahrbare Laserturm bringt ihn unter Möbel, die für andere Roboter tabu sind.
  • Die enorme Schwellenüberwindung (bis 9 cm bei Doppelschwellen) ist für Altbauten fast schon konkurrenzlos.
  • Die Station ist mit 100 °C Heißwasser, 70 °C Trocknung, UV und dem DuoSolution-System bestens ausgestattet – und sieht in Metall- oder Naturstein-Optik richtig schick aus.

Was mich stört:

  • Matter fehlt. Für ein sauberes, lokales Home Assistant-Setup ist das der größte Minuspunkt – man ist auf den Cloud-Umweg über das dreame-vacuum-Plugin angewiesen.
  • Die Objekterkennung ist Hit or Miss – Kabel und flache Objekte werden nicht zuverlässig erkannt.
  • Eingetrocknete, großflächige Flecken bleiben – wie bei allen Robotern – ein Grenzfall.
  • Die Station ist groß und braucht ordentlich Platz.

Interessant ist der direkte Blick auf meinen ECOVACS DEEBOT X12 OmniCyclone: Beide kosten offiziell 1.399 Euro, beide setzen auf eine Wischwalze. Der X12 punktet mit seiner beutellosen Station (keine Folgekosten für Beutel) und FocusJet für Flecken, der Z70 kontert mit dem einfahrbaren Turm, der viel höheren Schwellenüberwindung, dem cleveren Fluffing und der schöneren Station. Beim Smart Home nehmen sich beide wenig – der eine hat Matter, aber nur rudimentär, der andere hat kein Matter, dafür ein mächtigeres (Cloud-)Plugin. Man tauscht hier eher Kompromisse, als dass ein Gerät den anderen klar schlägt.

Für wen lohnt sich der Z70? Für Haushalte mit viel Hartboden, Tierhaaren, hohen Türschwellen oder flachen Möbeln ist er ein sehr spannendes Gesamtpaket – vor allem, wenn man die Stärken des Wischsystems wirklich ausnutzt. Wer ein rein lokales Smart Home ohne Cloud will, muss die Matter-Lücke aber im Hinterkopf behalten.

Den MOVA Z70 Ultra Roller Complete gibt es aktuell im Angebot deutlich unter UVP – teilweise für rund 949 Euro, wie aktuell bei Amazon. Zur vollen UVP von 1.399 Euro muss man schon wirklich Wert auf die speziellen Features legen.

Habt ihr Fragen? Dann ab damit in die Kommentare! Ich werde versuchen, alle zu beantworten!

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