Wer meinen Blog etwas länger verfolgt, kennt die Geschichte: Irgendwann hatte ich die Nase gestrichen voll von meinem alten eufy-Kamerasystem und der ewigen Fummelei mit inoffiziellen Home-Assistant-Workarounds. Der Umstieg auf Reolink – erst mit dem Home Hub, dann mit der Argus PT Ultra, E1 Outdoor Pro und Elite Floodlight WiFi – war für mich eine der besten Smart-Home-Entscheidungen der letzten Zeit. Endlich läuft die Kamera-Integration stabil und ohne Bauchschmerzen.
Anfang des Jahres hat Reolink sein neues Outdoor-Topmodell vorgestellt: die TrackFlex Floodlight WiFi. Der Name verrät eigentlich schon alles – eine schwenkbare PTZ-Kamera mit Dual-Objektiv, kombiniert mit zwei ordentlich hellen Flutlichtern und Wi-Fi 6. Klingt erstmal nach eierlegender Wollmilchsau. Ich habe die Kamera die letzten Wochen an der Haustür (ehemals Busch-Wächter BWM) montiert und mir angeschaut, ob das in der Praxis hält, was das Datenblatt verspricht – und natürlich, wie sie sich in Home Assistant schlägt. Denn genau da wird es dieses Mal interessant.
Key-Facts
Ein paar Zeilen SEO-optimierte Marketing-Facts kann ich euch wie immer nicht ersparen:
- Dual-Objektiv: 4K-Weitwinkel-Hauptkamera (3840 × 2160 Pixel) plus separate 2K-Tele-Linse mit bis zu 6-fach Hybrid-Zoom
- 355° schwenkbar, 50° neigbar – mit Auto-Tracking, das erkannten Objekten automatisch folgt
- 270° Out-of-View-Erkennung über drei PIR-Sensoren – die Kamera dreht sich zur Bewegung, auch wenn sie gerade in eine andere Richtung schaut
- Doppel-Flutlicht mit bis zu 3000 Lumen, Farbtemperatur stufenlos von warmweiß (3000 K) bis kaltweiß (6500 K)
- Smarte KI-Erkennung für Personen, Fahrzeuge und Tiere – lokal und ohne Abo
- Lokale KI-Videosuche („ReoNeura“): gespeicherte Aufnahmen per Stichwort durchsuchen
- Dualband Wi-Fi 6 (2,4 & 5 GHz), IP66 wetterfest
- Speicher auf microSD bis 512 GB, Reolink Home Hub, NVR, NAS oder FTP – kein Cloud-Zwang
- Zwei-Wege-Audio und 110-dB-Sirene zur Abschreckung
Und hier die technischen Daten im Überblick:
| Hauptkamera | 4K, 3840 × 2160 Pixel (8 MP) |
| Tele-Kamera | 2K, 1920 × 1080 Pixel |
| Zoom | 3-fach optisch / bis 6-fach hybrid |
| Blickwinkel (Hauptkamera) | 104° horizontal |
| Schwenken / Neigen | 355° / 50° |
| Bewegungserkennung | 3× PIR, 270° Out-of-View |
| Flutlicht | 2× LED, bis 3000 Lumen, 3000–6500 K |
| Nachtsicht | Infrarot bis ca. 30 m + Farb-Nachtsicht |
| KI-Erkennung | Personen, Fahrzeuge, Tiere (lokal) |
| Stromversorgung | Festverdrahtung, AC 100–240 V (kein PoE, kein Akku) |
| WLAN | Wi-Fi 6, 2,4 & 5 GHz, bis WPA3 |
| Speicher | microSD bis 512 GB, Home Hub, NVR, NAS, FTP, Cloud |
| Audio | Mikrofon + Lautsprecher, 110-dB-Sirene |
| Schutzklasse | IP66 |
| Betriebstemperatur | -10 °C bis 55 °C |
| Sprachassistenten | Google Assistant, Alexa, IFTTT |
Lieferumfang




Die TrackFlex kommt wie von Reolink gewohnt sauber und gut geschützt verpackt an. Im Karton findet sich:
- Reolink TrackFlex Floodlight WiFi Kamera
- Montageplatte für die Unterputz- bzw. Anschlussdose (mit integriertem Kabelverbinder)
- USB-C-Kabel für die Ersteinrichtung
- Schraubenset mit Dübeln und Kabelklemmen (Wire Nuts)
- Inbusschlüssel
- Reset-Nadel
- Kurzanleitung
- Überwachungsaufkleber
Zwei Dinge, die ich hier direkt anmerken muss, weil sie im Alltag relevant sind: Ein Netzteil liegt nicht bei – die Kamera ist für die feste Verdrahtung an 230 V gedacht, nicht für die Steckdose. Und eine microSD-Karte fehlt ebenfalls. Bei der E1 Outdoor Pro und der Argus PT Ultra hatte Reolink noch eine kleine Karte spendiert, hier muss man selbst nachlegen, wenn man lokal auf der Kamera speichern will.
Erster Eindruck
Vorweg: Die TrackFlex ist kein zierliches Kämerchen. Mit den beiden Flutlicht-Armen links und rechts und dem Dual-Kamera-Modul in der Mitte ist das ein ordentlicher Brocken. Wer eine diskrete Überwachung sucht, ist hier komplett falsch – dieses Ding sieht nach ernsthafter Hardware aus und soll das auch. Für die Abschreckung ist das sogar ein Vorteil: Was so martialisch an der Wand hängt, lädt niemanden zum Näherkommen ein.






Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben. Das schwarz-weiße Gehäuse wirkt modern, alles fühlt sich massiv und wertig an, nichts knarzt oder klappert. Die IP66-Zertifizierung ist übrigens ein Schritt nach vorn gegenüber der E1 Outdoor Pro und der Argus PT Ultra, die „nur“ IP64 hatten – die TrackFlex ist also nicht mehr bloß spritzwasser-, sondern strahlwassergeschützt. Für die dauerhafte Außenmontage genau das, was man hören will.
Der bewegliche Kamerakopf sitzt satt auf seiner Motorik, und man merkt schon beim Auspacken, dass hier deutlich mehr Technik verbaut ist als in einer simplen Fixkamera. Das schlägt sich natürlich auch im Gewicht nieder – bei der Montage später ein Thema, dazu gleich mehr.
Einrichtung
Die Einrichtung startet wie üblich mit dem Download der Reolink App (iOS / Android). Falls noch kein Reolink-Konto vorhanden ist, muss man kurz eines anlegen.


Ein Detail, das ich richtig clever finde: Reolink liefert das USB-C-Kabel mit, damit man die Kamera schon vor der Montage in Betrieb nehmen kann. Man klemmt sie provisorisch an, richtet WLAN ein und testet die Grundfunktionen bequem auf dem Tisch.











So spart man sich den Frust, erst die halbe Fassade anzubohren und dann festzustellen, dass irgendwas nicht läuft. Die Verbindung mit dem Heimnetz erfolgt zunächst per Bluetooth, danach hängt sich die Kamera ins WLAN – sowohl 2,4 als auch 5 GHz werden dank Wi-Fi 6 unterstützt.
Montage
Und jetzt kommt der Punkt, an dem man ehrlich sein muss: Die TrackFlex ist festverdrahtet. Kein PoE, kein Akku, kein Solar. Sie wird an eine bestehende 230-V-Leitung angeschlossen (AC 100–240 V) und passt auf die meisten gängigen Anschlussdosen. Wer also eine alte Außenleuchte ersetzt, hat den Strom in der Regel schon liegen. Wer keine Leitung an der gewünschten Stelle hat, kommt um einen Elektriker nicht herum – das treibt die Gesamtkosten dann natürlich nach oben.
Die Montageplatte selbst ist gut gelöst, sie hat einen integrierten Kabelverbinder, sodass man nicht mit einzelnen Wire Nuts hantieren muss (die liegen aber alternativ bei). Etwas fummelig fand ich das Ausrichten der Halterung: Die Kamera ist schwer, und die kleinen Schrauben wollen beim Einsetzen erstmal gehalten werden. Auf der Leiter mit dem Gewicht in der einen und dem Inbus in der anderen Hand ist das kein Vergnügen – hier hilft eine zweite Person ungemein.

















Ein wichtiger Tipp zur Positionierung: Reolink sieht eine Montagehöhe von etwa 2 bis 3 Metern vor. Wer den vollen PTZ- und Zoom-Nutzen ausschöpfen will, montiert die Kamera an einer Hausecke – so deckt der Schwenkbereich fast den kompletten Bereich ab. Hängt man sie zu tief oder mittig an eine gerade Wand, macht am Ende hauptsächlich die Weitwinkel-Optik die Arbeit und der Tele-Teil verpufft. Behaltet außerdem im Hinterkopf: Direkt hinter der Kamera bleibt ein toter Winkel von rund 90°. Die vielbeworbene „360°-Abdeckung“ gibt es also nur bei sinnvoller Eckmontage, nicht an jeder x-beliebigen Wand.





Nach dem Anschluss wird man in der App durch die restliche Einrichtung geführt und sollte direkt das angebotene Firmware-Update installieren – das bringt neue Funktionen und Bugfixes und sollte man auf jeden Fall machen.
Einstellungsmöglichkeiten
Die Reolink App bietet wie immer eine wahre Fülle an Einstellungen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Bereiche:
Videoeinstellungen:
- Auflösung, Bildrate und Bitrate
- HDR
- Doppel-Ansicht (Weitwinkel- und Tele-Bild nebeneinander)
- Nachtsichtmodus (Auto, Farbe, Schwarz-Weiß)
Flutlicht:
- Helligkeit stufenlos einstellbar
- Farbtemperatur von 3000 K (warm) bis 6500 K (kalt)
- Modi: dauerhaft an, nur bei Bewegung, per Zeitplan (Dämmerung bis Morgengrauen) oder gedimmt
- Separate Helligkeit für den Fall, dass bei einem Ereignis das Licht heller aufblitzen soll
Bewegungserkennung:
- KI-Erkennung für Personen, Fahrzeuge und Tiere – einzeln aktivierbar
- Empfindlichkeit und Objektgröße konfigurierbar
- Bewegungszonen festlegen
- Auto-Tracking inklusive einstellbarem Tracking-Winkel und -Geschwindigkeit
PTZ-Funktionen:
- Bis zu 64 Preset-Positionen speichern und per Tap anfahren
- Guard-Position (Ausgangsstellung), zu der die Kamera automatisch zurückkehrt
- manuelles Schwenken, Neigen und Zoomen
Benachrichtigungen & Speicher:
- Push- und E-Mail-Benachrichtigungen
- FTP-Upload und Benachrichtigungsintervall gegen Spam
- Sirene und Zeitpläne
- 24/7-Daueraufnahme oder ereignisbasiert, mit automatischem Überschreiben alter Aufnahmen
Die Menge der Optionen ist beeindruckend, kann Einsteiger aber auch erschlagen. Gut, dass Reolink vernünftige Standardeinstellungen mitliefert, mit denen die Kamera direkt sinnvoll läuft.


















Einen echten Kritikpunkt gibt es hier aber: Einen Patrouillen-Modus gibt es in der App nicht. Man kann zwar 64 Positionen speichern, aber die Kamera nicht automatisch eine Route abfahren lassen. Für eine PTZ-Kamera dieser Klasse ist das schon eine merkwürdige Lücke. Wie man sie trotzdem schließen kann – dazu kommen wir jetzt.
Home Assistant
Und hier wird’s – wie könnte es bei mir anders sein – am spannendsten. Nach dem eufy-Frust war die stabile Home-Assistant-Anbindung damals mein Hauptgrund für den Wechsel zu Reolink. Die Integration hat bekanntlich offiziellen Platin-Status und läuft direkt und ohne Gebastel.
Bei meinen bisherigen Reolink-Kameras – der Argus PT Ultra und der Video Doorbell – lief die Einbindung ausschließlich über den Home Hub, weil diese Akku-Modelle sonst permanent WLAN halten müssten und der Akku in Stunden leer wäre. Und genau hier ist die TrackFlex anders: Sie ist netzbetrieben und hängt dauerhaft im WLAN. Das heißt, den Home Hub braucht man für die Home-Assistant-Integration nicht mehr. Home Assistant findet die Kamera per Auto-Discovery, man gibt die lokalen Zugangsdaten ein – fertig. Kein HACS, keine Custom Components, kein Workaround.
Und man bekommt praktisch die volle Ladung Entities:
- Kamerabild als Camera Entity – Haupt- und Tele-Stream getrennt
- Bewegungserkennung als Binary Sensors, inklusive der KI-Trigger für Person, Fahrzeug und Tier
- PTZ-Steuerung über Button-Entities (links / rechts / hoch / runter / Zoom), inklusive Geschwindigkeit
- Preset-Positionen – die in der App vergebenen Namen tauchen direkt in Home Assistant auf
- Flutlicht als Light Entity, dazu ein Select für den Flutlicht-Modus (Aus, Auto, Nachts an, Zeitplan, Adaptiv) und Number-Entities für die Helligkeit
- Guard-Position und Guard-Rückkehr als eigene Entities
- Sirene schaltbar
- Aufnahmen über den Media Browser abrufbar
Das Beste daran: Weil alles lokal läuft, sind die Automationen richtig fix. Push-Meldungen landen bei mir meist binnen 2–3 Sekunden in Home Assistant. Wer schon mal eine cloudbasierte Kamera-Integration hatte, die nur alle 60 Sekunden pollt, weiß, was für ein Unterschied das ist. Für sicherheitsrelevante Automationen ist die lokale Anbindung schlicht eine andere Liga.



Und die Patrouillen-Lücke von oben? Die lässt sich über Home Assistant elegant umgehen. Sind in der App Presets angelegt, taucht in der Integration sogar eine Patrol-Entity auf – und selbst ohne die kann man sich mit ein paar Zeilen Automation die Kamera einfach zeitgesteuert von Preset zu Preset schicken lassen. Was die App nicht kann, macht Home Assistant eben möglich. Für mich als Bastler genau die richtige Antwort.
Ein Hinweis noch, den ihr euch merken solltet: Man kann die TrackFlex zwar auch an den Home Hub hängen (etwa für zentrale, verschlüsselte Speicherung), verliert dann aber je nach Konstellation ein paar der spannenderen Features wie die KI-Videosuche und einzelne Flutlicht-Steuerungen. Wer die Kamera wegen ihrer Extras kauft und in Home Assistant nutzt, bindet sie also besser direkt per WLAN ein. Bei mir ist der Hub damit erstmals nicht mehr das zwingende Herzstück – eine kleine, aber bemerkenswerte Wendung nach all den Artikeln, in denen ich ihn als unverzichtbar gefeiert habe.
Alltag
Nach einigen Wochen Dauerbetrieb kann ich sagen: Die eigentliche Stärke der TrackFlex ist nicht ein einzelnes Feature, sondern das Zusammenspiel. Eine Kamera ersetzt hier locker zwei bis drei fixe Kameras. Von meiner einen Montageposition an der Hausecke sehe ich die Einfahrt mit den Autos, den Weg zur Haustür und den Zugang zum Garten – und bei Bewegung schwenkt die Kamera dank der drei PIR-Sensoren selbstständig dorthin, wo etwas passiert. Das ist im Alltag deutlich praktischer, als es auf dem Papier klingt.
Das Auto-Tracking arbeitet flüssig und ohne merkliche Verzögerung. Kommt jemand die Einfahrt hoch, folgt ihm die Kamera, soweit der Schwenkbereich reicht. Sehr angenehm ist, dass man die Erkennung feingranular einstellen kann: Wer an einer viel befahrenen Straße wohnt, dreht die Fahrzeug-Erkennung einfach runter oder lässt sich nur benachrichtigen, wenn ein Fahrzeug längere Zeit steht. So bleiben die Fehlalarme in Grenzen.
Apropos Fehlalarme: In den ersten Tagen hatte ich vereinzelt Fehlauslöser, die sich aber nach einem Firmware-Update und etwas Feintuning der Zonen gelegt haben. Das ist bei neuen Reolink-Modellen leider ein wiederkehrendes Muster – die Software braucht nach Release meist noch den einen oder anderen Schliff. Wer damit rechnet, wird nicht überrascht.
Zwei Dinge noch aus der Praxis: Das Flutlicht ist richtig hell – so hell, dass ich es anfangs versehentlich halb zu den Nachbarn rübergeleuchtet habe. Ein bisschen Dimmen und Neigen war nötig, damit es die eigene Einfahrt ausleuchtet und nicht das halbe Wohngebiet. Und die 110-dB-Sirene ist genau das, was sie verspricht: laut.
Der gemessene Stromverbrauch liegt im normalen Betrieb bei rund 6 Watt – bei Dauerbetrieb an der Steckdose völlig unkritisch. Beim Thema Akkulaufzeit müssen wir uns dieses Mal ausnahmsweise keine Gedanken machen, das ist bei einer netzbetriebenen Kamera ja der Sinn der Sache.
Kameraqualität
Die Bildqualität der 4K-Weitwinkelkamera ist tagsüber wirklich stark. Details sind gestochen scharf, Farben natürlich, und nah an der Kamera ist die Qualität exzellent. Zum Rand des Erfassungsbereichs hin nimmt die Schärfe erwartungsgemäß etwas ab – das ist aber normal und kein Beinbruch.
Die zweite Linse, das Tele-Objektiv, löst „nur“ mit 2K auf. Für den Zoom heißt das: Man holt entfernte Details spürbar näher heran, aber am oberen Ende des 6-fach-Hybrid-Zooms wird das Bild sichtbar weicher. Man erkennt, wer da hinten die Einfahrt hochkommt, aber für gestochen scharfe Detailaufnahmen auf große Entfernung ist die Technik nicht gemacht. Ehrlicherweise reicht die Kombination aus scharfem Weitwinkel und heranzoombarem Tele für den Alltag aber völlig.
Nachtsicht: Hier spielt die TrackFlex ihre Stärke aus. Mit eingeschaltetem Flutlicht liefert sie farbige Nachtaufnahmen, alternativ gibt es die klassische Infrarot-Nachtsicht bis etwa 30 Meter in Schwarz-Weiß. Beide Varianten sind mehr als brauchbar. Ein ehrlicher Hinweis für die Technik-Nerds unter euch: Die TrackFlex nutzt keinen von Reolinks neueren ColorX-Sensoren – Flutlicht und Sensorik würden sich hier gegenseitig stören. Wer also eine reine Restlicht-Farbkamera ohne Flutlicht sucht, ist mit einem anderen Modell besser bedient. In diesem Gerät übernimmt eben das Flutlicht den Job.
Die stufenlose Farbtemperatur von warm- bis kaltweiß klingt in der Theorie nett, im praktischen Alltag habe ich sie ehrlich gesagt einmal eingestellt und dann nie wieder angefasst. Ein Gimmick, das man mitnimmt, aber nicht wirklich braucht.
Fazit
Tja, was gibt es abschließend zu sagen …
Die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi ist ein durchdachtes Stück Technik, das eine klare Nische bedient: Sie packt Weitwinkel-Kamera, Tele-Zoom, schwenkbare Motorik und ein kräftiges Flutlicht in ein einziges Gerät. Wer eine unübersichtliche Ecke, eine Einfahrt oder ein größeres Grundstück mit einer Kamera statt mit dreien überwachen will, bekommt hier genau das richtige Werkzeug. Und für uns Home-Assistant-Nutzer ist die netzbetriebene Bauweise ein echter Gewinn, weil die Kamera erstmals direkt und ohne Umweg über den Home Hub eingebunden werden kann – lokal, schnell und mit dem vollen Entity-Umfang.

Was mir gefällt:
- Dual-Objektiv aus 4K-Weitwinkel und Tele – eine Kamera ersetzt mehrere
- 270°-Erkennung mit drei PIR-Sensoren und flüssiges Auto-Tracking
- Sehr helles, in Farbe (kalt- bis warmweiß) und Helligkeit einstellbares Flutlicht
- Ausgezeichnete, offizielle Home-Assistant-Integration – ohne Hub, lokal, mit allen Entities
- Viele Speicheroptionen, kein Abo-Zwang, 24/7 möglich
- Lokale KI-Erkennung und Videosuche
- Wi-Fi 6, IP66, wertige Verarbeitung
- USB-C-Ersteinrichtung vor der Montage
Was mich stört:
- Kein Patrouillen-Modus in der App (in Home Assistant aber machbar)
- Auffälliges, wuchtiges Design – nichts für diskrete Überwachung
Preislich liegt die TrackFlex bei einer UVP von rund 250 €, im Sale oder mit Early-Bird-Rabatt war sie auch schon für um die 205€ (bis 12.07.2026 bei Kaufland mit Gutschein) zu haben. Günstig ist das nicht, aber angesichts der Ausstattung – zwei Kameras, Flutlicht, Motorik, Wi-Fi 6 – geht der Preis für mich in Ordnung. Man bekommt eine Menge Kamera fürs Geld, und wer sie an der richtigen Stelle montiert, wird lange Freude daran haben.
Für alle, die eine flexible Rundum-Überwachung ohne Abo-Gebühren suchen und Wert auf eine erstklassige Home-Assistant-Anbindung legen, ist die TrackFlex Floodlight WiFi eine klare Empfehlung. Wer nur eine einzelne Tür oder einen schmalen Ausschnitt im Blick haben will, fährt mit einer günstigeren Fixkamera besser – so ehrlich muss man sein.
Habt ihr die TrackFlex oder eine andere PTZ-Floodlight-Kamera im Einsatz? Wie sieht’s bei euch mit der Home-Assistant-Anbindung aus? Ab damit in die Kommentare!

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