Ubuntu – Draft-N – Ralink Technology (148f:3070) – RT3070

Der in Ubuntu 10.04 integrierte WLAN-Treiber für den Ralink Technology (148f:3070) Chip [Hama Mini WLAN USB-Stick] kann nur eine 54-Mbit-Verbindung aufbauen, darum müssen wir eine neuere Version des Treibers selber kompilieren.

Zuerst müssen wir den Sourcecode des Treibers für den Ralink Technology 3070 Wireless-LAN Chip von der Herstellerseite herunterladen.

Danach installieren wir uns ein wenig Kernelzubehör, …

… den Sourcecode entpacken wir in einem dazu geeigneten Verzeichnis.

Nun müssen wir eine kleine Anpassung am Treiber vornehmen …

… den bestehenden Code …

… in …

… verändern. Also das „MODULE_LICENSE(„GPL“);“ einfügen, das Konfigurationsfile „RT2870STA.dat“ passen wir nach der Anleitung im UbuntuUsers-Wiki an.

Beispiel:

Nach der erfolgreichen Anpassung des Konfigurationsfiles kopieren wir es.

Nun müssen wir den Treiber kompilieren

… und im Anschluss installieren wir Ihn.

Um den Installationsvorgang abzuschließen, müssen wir die von uns angepassten Konfigurationsfiles noch ins „/etc“ kopieren.

So, jetzt deaktivieren wir die nur mit 54 Mbit funktionierenden Treiber von Ubuntu LTS Lucid Lynx, …

… am Schluss der Datei fügen wir …

… ein. Jetzt entladen wir die zwei Module, damit wir keinen Neustart machen müssen.

In der Datei modules

… tragen wir am Ende folgende Zeilen ein …

… damit das Modul automatisch beim Starten geladen wird. Die Treiber-Installation haben wir nun abgeschlossen.

Damit sich unser neuer WLAN-Stick mit unserem WLAN verbindet, müssen wir den WPA-Supplicant installieren …

… und konfigurieren.

Im WPA-Supplicant Konfigurationsfile tragen wir nun folgendes für ein WPA2-PSK WLAN ein, …

… für nähere Informationen oder ein anderes WLAN-Netz könnt ihr einfach im UbuntuUsers-Wiki nachschauen. Wichtig ist das die Einstellungen zu dem vorhin konfigurierten RT2870STA.dat/RT3070STA.dat Konfigurationsfile passen.

Jetzt müssen wir unserem Ubuntu sagen, dass es für das neue WLAN-Interface unser Konfigurationsfile laden soll.

Am Ende fügen wir …

… ein. Natürlich unter der Voraussetzung, dass DHCP (iface ra0 inet dhcp) beim Router eingestellt ist.

Zu guter Letzt können wir noch folgenden Befehl in die Konsole eingeben, …

… um den GNOME Network Manager zu deinstallieren (…nicht zwingend). Neustart!

Quellen:
WLAN auf Netbook unter Ubuntu
UbuntuUsers Wiki WLAN/wpa supplicant
Belkin N Wireless Stick unter Ubuntu Jaunty Jackalop

Veröffentlicht von

_nico

Mac-User aus Leidenschaft, Blogger seit Oktober 2009, 88er Baujahr, technikaffin. Ich fühle mich aber nicht nur auf Apple’schen Betriebssystemen zu Hause, alles was eine Shell hat, interessiert mich besonders! Ihr findet mich auch auf Twitter und Google+.

6 Gedanken zu „Ubuntu – Draft-N – Ralink Technology (148f:3070) – RT3070“

  1. um ein Kernelmodul automatisch beim booten zu starten ist der richtige Ort die Datei /etc/modules

    wenn man schon etwas in die /etc/rc.local einträgt, dann trägt man dort nur den Befehl ein ohne sudo.

    Das Paket wpasupplicant (das Paket heiss nicht wpa_supplicant) sollte doch bei einer normalen Installation bereits installiert sein.

    1. Hi Ubunux,

      danke für deine Kritik – das was du geschrieben hast ist selbstverständlich alles korrekt!!
      Ich habe den Artikel etwas angepasst.

      Vielen Dank

  2. Dein Artikel ist echt super! Ich verfahre bislang ähnlich, habe noch ein paar Fragen:

    – wozu muss die Lizenzinformation angepasst werden? Das mache ich bis jetzt nicht
    – warum schmeißt du den Netzwerk Manager raus, ich nutze den rt3572 erfolgreich mit diesem.
    – kann man den Treiber ggf. von DKMS verwalten lassen? Sonst muss man jedes Mal neu kompilieren bei Kernelupdates.

    Vielen Dank & Gruß
    Christian

    1. Hi Christian,

      den Netzwerk Manager habe ich entfernt, weil ich ihn nicht verwende. Für mich, an meinem Media-PC, ist es einfach die Einstellungen über SSH in der Datei „/etc/network/interfaces“ zutreffen, anstelle eine Tastatur anzuschließen. Genau aus diesem Grund habe ich „können“ geschrieben, es ist keine Pflicht!

      Keine Ahnung ob man den Treiber über DKMS verwalten kann, mit DKMS habe ich mich noch nie beschäftigt. Ich musste ihn auch schon, wegen einen Kernel-Update, neu kompilieren.

      Viele Grüße Nico

Kommentare sind geschlossen.